Fussbodenheizung - Eine Bestandesaufnahme

Bodenheizungsverteiler

 

 

Vor etwas mehr als 50 Jahren wurde das heutige System der Fussbodenheizung etabliert. Durch die Erfindung der Kunststoffrohre wurde die Verlegung einer Fussboden- heizung einfacher und kostengünstiger als mit Stahlrohren. Doch schon Ende der siebziger Jahre traten bei einigen Fussbodenheizungen Probleme bezüglich Verschlammungen auf. Nach intensiven Untersuchungen konnte erwiesen werden, dass die Verschlammung die Ursache einer dauernden Sauerstoff Diffusion in das Heizsystem, ist.
Die älteren Kunststoffrohre sind somit, obwohl nach aussen wasserdicht, nicht gasdicht. Die Rohre wirken wie eine Membrane welche die Gase, insbesondere Sauerstoff, nach innen hindurchlassen. Dadurch wird das Heizungswasser immer wieder neu mit Sauerstoff gesättigt. Dieses Heizungswasser verursacht Korrosionen in allen Stahlteilen der Heizungsanlage, d.h. im Heizkessel, in den liegenden Leitungen im Keller, in den Steigleitungen und in den, früher aus Stahl hergestellten, Wohnungsverteilbalken.

 

 

Bodenheizung Verteiler mit Korrosionen

 

 

Diese Korrosionsprodukte, feinste Teilchen oder auch grössere Plättchen, werden mit der Umwälzpumpe im ganzen System verteilt. In den einzelnen Bodenheizungsrohren ist die Fliessgeschwindigkeit gering, wodurch sich die Teilchen absetzen und in den Rohren liegen bleiben.

 

 

Eisenoxyd Plättchen aus Bodenheizung

 

 

Schlamm ausgespült aus Bodenheizung

 

 

Bis Ende der achtziger Jahre wurden die diffusionsgängigen Kunststoffrohre verwendet. Nebst den normalen Kunststoffrohren kamen auch solche mit einer sogenannten Sperrschicht auf den Markt. Diese Rohre wurden im Innern mit einer Schicht versehen, welche die Sauerstoffdiffusion bremst, jedoch nicht gänzlich verhindert. Erst um ca. 1990 kamen Verbundrohre auf den Markt welche einen Metallkern besitzen. Dieser Metallkern verhindert zu 100% die Gasdiffusion.