Entstehung von
Korrosionen
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Korrosion wird im Normblatt DIN 50 900 folgendermassen definiert:
„ Unter Korrosion versteht man die Zerstörung von Werkstoffen durch
chemische oder elektrochemische
Reaktion mit ihrer Umgebung“. |
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Die
Zerstörung von Metallen durch die Anwesenheit von Wasser ist ein
elektrochemischer Vorgang.
Hierbei wirkt das Wasser als Elektrolyt und es entsteht eine
galvanische Elementbildung. Bei diesem Korrosionsvorgang
tritt ein Metallatom unter Zurücklassung einer oder mehrerer
Elektronen aus dem festen Metallgitter als positives Ion
in die Flüssigkeit. Die zurückgelassenen Elektronen wandern auf der
metallischen Oberfläche zur Kathode und werden dort durch
verschiedene Kathodenreaktionen verbraucht. Die Stellen an welchem
der Korrosionsablauf stattfindet werden Elektroden genannt. Die
Elektrode an welcher die Metallatome das Gefüge verlassen wird
Anode genannt. Die Elektrode an welcher die Elektronen
verbraucht werden wird Kathode genannt.
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Metallische Oberflächen sind nicht homogen. Selbst reines
Metall bildet unterschiedliche Bereiche mit verschiedenen
Reaktions-fähigkeiten. Andere heterogene Distrikte entstehen durch
Deckschichtbildung und unterschiedliche Gefüge in der Legierung.
Häufig stehen auch unterschiedliche Metalle in leitender Verbindung
(Eisen und Messing, Chromstahl und Kupfer etc.).
Das
Wasser schliesst als Elektrolyt den Stromkreis, womit überhaupt erst
eine Korrosion stattfinden kann und es entstehen durch den Angriff
des Wassers verschiedene Lokalelemente. |
Kathodischer
Innenschutz
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IDer
Kathodische Korrosionsschutz macht sich die oben erwähnten Abläufe
zu nutzten. Der Korrosionsstrom fliesst von der Anode an die
Kathode. Die Kathode wird dabei nicht abgebaut, an ihr treten nur
die Elektronen aus, die mit den H+ Ionen des Wassers reagieren. Die
Anode hingegen geht in Lösung.
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Beim kathodischen Schutz wird auch die anodische Oberfläche des zu
schützenden Objektes zur Abgabe von Elektronen gezwungen. Diese
anodischen Bereiche werden somit auch zur Kathode. Dies ist möglich,
weil man in das zu schützende Objekt eine Überzahl an Elektronen
„drückt“, damit auf der gesamten Oberfläche eine Elektronen-Abgabe
stattfindet. |
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Man
unterscheidet zwei Schutzverfahren:
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Einsatz von galvanischen Anoden. Diese besitzen eine grosse
Differenz in der elektrochemischen Spannungsreihe bezogen auf das
Schutzobjekt. Galvanische Anoden sind löslich und werden
aufgebraucht. Man muss sie periodisch kontrollieren und ggf.
reinigen oder wechseln.
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Einsatz von Fremdstromanoden. Es gibt lösliche und
unlösliche Fremdstromanoden. Wir verwenden nur unlösliche
Titan-Mischoxyd-Anoden. Diese Anoden werden isoliert in den
Behälter eingebaut und über einen Potentiostat mit
Fremdstrom gespiesen.
Unlösliche Fremdstromanoden sind grundsätzlich wartungsfrei.
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Durch das gleiche Prinzip können auch Heizungsanlagen vor
Korrosionen bewahrt werden. Hierbei wird ein Reaktionsbehälter
in den Heizkreislauf eingebaut. In diesem Behälter wird der
Sauerstoff durch die Anode gebunden und der pH Wert des Wassers wird
angehoben. |