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ENTKALKUNGEN
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Was ist Kalk ?
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Was
allgemein als Kalk bezeichnet wird, ist eine Verbindung der
Elemente Calcium (Ca) und Magnesium (Mg)
mit weiteren Elementverbindungen wie z. B. Carbonat, Sulfat,
Silikat, Phosphat, Fluorit und Chlorid.
Calcium und Magnesium werden als Erdalkalimetalle bezeichnet. |
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Calcium:
Elementsymbol Ca (calx, lat.: Kalk)
→
Kalzium
Ca ist mit 3.39% das fünfthäufigste Element der Erde und das
dritthäufigste Metall.
Magnesium:
Elementsymbol Mg (von der Stadt Magnesia in Kleinasien)
Mg ist mit einem Anteil von 1,94% in der Erdrinde und 0.13% im
Meerwasser das achthäufigste Element. |
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Natürlich vorkommende Kalkmineralien sind Kalkstein,
Kreide, Marmor, Gips, Flussspat usw. als Calcium-verbindungen;
sowie Magnesit, Kiserit, Carnallit, Olivin, usw. als
Magnesiumverbindungen und Dolomit, in welchem beide Elemente
gebunden sind. Tuffstein ist eine Ablagerung von ursprünglich
gelöstem Kalk. Da der Kalk in freier Natur selten rein ist, weil in
diesen Verbindungen diverse Elemente und Stoffe enthalten sind,
besitz er auch unterschiedliche Farben.
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Wie kommt der
Stein ins Wasser ?
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In
reinem Wasser sind Calcium und Magnesium nur schwer löslich.
In kohlensäurehaltigem Wasser hingegen sehr.
Kohlensäure:
wässrige Lösung von Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) → Formel
H2CO3.
Kohlensäure , d.h. CO2 ist in jedem natürlichen Wasser in
unterschiedlichen Mengen enthalten. |
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Durch versickern und abfliessen des mit Kohlensäure gesättigten
Regenwassers (CO2 aus der Luft gebunden) über die verschiedenen
Gesteinsschichten, löst das Wasser die Calcium- und
Magnesiumsalze aus dem Boden.Diese sind danach im Wasser als
gelöste Carbonatverbindungen vorhanden;z. B. als
Calciumhydrogencarbonat Ca(HCO3)2
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Calcium
und Magnesium bilden zusammen mit Strontium und Barium die
Wasserhärte. Da in
natürlichen Wässern praktisch keine Strontium und
Barium-Ionen vorkommen, können diese vernachlässigt werden. Die
Wasserhärte wird in mmol/l (millimol pro Liter) ; in ° fH
(Grad französische Härte) oder in °dH (Grad deutsche Härte)
angegeben.
1 mmol/l = 10 º fH = 5,6 °dH = 100 mg CaCO3
(Kalk) pro Liter. |
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Entkalkungen von
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Warum gibt es
Kalkausfällung ?
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Durch erhitzen des mit Calciumcarbonat (Kalk) angereicherten
Wassers verschiebt sich das Gleichgewicht der Löslichkeit
infolge des Entweichens von CO2 aus dem Wasser. (ausgasen der
Kohlensäure). Der überschüssige Kalk bleibt zurück und setzt sich
als so genannter
Kesselstein
an den Heizflächen ab. Die Menge der Kalkausfällung ist abhängig von
der Wasserhärte und der Temperatur des erwärmten Wassers. |
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Die
ablaufende Reaktion durch Erwärmung von kalkhaltigem Wasser kann
anhand folgender Gleichung dargestellt werden :
Calciumhydrogencarbonat
→
Wasser +
Kohlendioxid + Calciumcarbonat
Ca(HCO3)2 (Kalk; gelöst)
→
H2O +
CO2 (entweicht) +
CaCO3 (Kesselstein) |
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Energieverlust
durch Ablagerungen
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Durch Kalkausfällung entsteht der so genannte Kesselstein.
Dieser lagert sich überall an den Heizflächen ab. In Boiler,
Plattentauscher, Umformer etc. welche kontinuierlich neues,
mit mehr oder weniger Kalk angereichertes Frischwasser
aufheizen, findet eine stetige Kalkablagerung statt. Auch
zusätzlich eingeschwemmte Feststoffe wie Sand, Lehm, Rost und
Organica ( allg. Schlamm ) lagern sich zusammen mit dem Kalk an den
Flächen der Wärmeträger ab.
Diese Ablagerungen vermindern den Wärmedurchgang zunehmend.
Hohe Ablagerungsstärken können soweit führen, dass die ursprünglich
berechnete Heizleistung derart stark abnimmt, dass das ganze
Warmwasser-System zum Erliegen kommt. Dies sollte jedoch auf keinen
Fall in Kauf genommen werden, denn bis es zum „Infarkt“ kommt, wurde
ein Mehrfaches der Energie aufgewendet, die bei blanken
Wärmeträgern nötig wäre.
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Aufbau der
Ablagerungen
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Der
Aufbau und die Schichtstärken der Ablagerungen sind vorallem
abhängig von der Wasserhärte (Menge der gelösten Calcium und
Magnesium-Ionen) der Temperatur des erwärmten Wassers, der
Temperatur der Oberfläche des Wärmetauschers sowie des Volumens
des erwärmten Wassers. Es ist heute unbestritten das auch
elektrostatische Magnetfelder die Ablagerungen beeinflussen
können. Diese Magnetfelder sind jedoch nicht steuerbar, so dass eine
zuverlässige Aussage nicht gewährleistet ist. |
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